Anfang der 30ger Jahre des letzten Jahrhunderts erreichte die Oberen des Ordens die Einladung seitens des lateinischen Patriarchen von Jerusalem Luigi Barlassina dorthin zu kommen. Es wurde entschieden in Jerusalem im Talbaiye-Viertel der Stadt ein Haus zu bauen. Das Talbaiye-Viertel ist eines der jüdischen Stadtviertel und stellt einen strategisch günstigen Punkt in der Stadt dar; 20 Minuten entfernt von der Altstadt und von der Grabeskirche. Das Haus hatte die Aufgabe junge Brüder zu beherbergen, die Bibelwissenschaften studieren oder Brüder, die die Stadt besuchen wollen. Die arbeiten wurden schnell in Gang gesetzt aber durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges haben es die Kapuziner nie geschafft, den Konvent zu bewohnen. Die Kriegswirren und die politischen Spannungen, die letztlich zur Gründung des israelischen Staates führten, waren der Grund dafür, dass die militärischen und zivilen Autoritäten einen Großteil des Grundstücks konfisziert haben, das die Kapuziner erworben hatten. Auf dem konfiszierten Teil wurde ein psychiatrisches Krankenhaus gebaut. Der verbleibende kleine Teil des Grundstücks verblieb in der Verwaltung eines ‚geistlichen Freundes‘ des Ordens, der ihn mit Ausdauer und Hingabe den Brüdern erhielt.
In den 90ger Jahren erhielt die Generalkurie erneut die Möglichkeit in Jerusalem ein Zentrum für biblische Studien, das gleichzeitig als Gästehaus für die Brüder fungieren kann, zu bauen. Man löste die juristischen Probleme im Hinblick auf die Eigentumsrechte, man restaurierte das kleine Haus des Wächters und errichtete hierin eine Brüdergemeinschaft in direkter Abhängigkeit vom Generalminister. Die Gemeinschaft wurde der venezianischen Provinz anvertraut.
Um die Aufwertung dieses privilegierten Ortes abzuschließen, ist der Orden zur Zeit dabei die Gebäude des ehemaligen psychiatrischen Krankenhauses zurück zu erwerben, um dort einen neuen besser geeigneten Ort für die örtliche Brüdergemeinschaft, die Brüder, die sich studienhalber in Jerusalem befinden, und eventuelle Gäste bis zu einer Zahl von 50 einzurichten. Das Zentrum für Spiritualität wird den Titel „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12). Es kann für Studienseminare oder Fortbildungen für Priester, Ordensleute, Katecheten und Pastoralreferenten und -assistenten genutzt werden. Es wird neben einem großen garten und einer Kirche mit ca. 150 Plätzen über eine Aula, die mit Gerätschaften für die Simultanübersetzung ausgestattet ist, verfügen.
Diese Initiative wurde erst möglich durch die Großzügigkeit diverser Wohltäter und den gewichtigen Beitrag der .
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